Begabung – Schicksal oder Privileg?

„Alle Naturanlagen eines Geschöpfs sind bestimmt, sich einmal vollständig und zweckmäßig auszuwickeln.“ Immanuel Kant

Jeder Mensch trägt ein unbändiges Potential in sich, neue Dinge zu erschaffen und Wunderbares zu kreieren. Egal in welche Branche man blickt, Begabung und Talent lassen sich überall finden. Kreativität kennt keinen Beruf. Diesen schöpferischen Geist in sich zu entdecken macht zufrieden und glücklich. Aber: Kreativität braucht Mut! Viele Menschen trauen sich nicht zu kreativ zu sein. Ihnen fehlt es an Selbstglaube, Selbstvertrauen und Selbstliebe und dem richtigen Umfeld.

 

  1. Selbstglaube.

Um sich selbst vertrauen zu können ist es wichtig, sich davon zu befreien, was andere Menschen denken könnten. Um uns vor Enttäuschungen zu schützen, erwarten wir oft lieber das Schlechte, als vom Guten auszugehen. Wir gehen kein Risiko ein, aus Angst versagen zu können. Aber was, wenn diese Bedenken unbegründet sind? Kreative Menschen sind ständig mit den besorgten Stimmen der Familie und Arbeitskollegen konfrontiert. Der härteste Kritiker sind sie sich aber meistens selbst. Was wenn das Vorhaben nicht klappt? Was wenn die anderen meine Ideen schlecht finden? Was wenn ich scheitere? Mit diesen Ängsten hat jeder Mensch zu kämpfen. Ich bin der Meinung: Wer nicht wagt, kann auch nichts gewinnen. Lieber stellen wir fest, dass ein anderer Weg besser gewesen wäre, als für immer auf der Stelle stehen zu bleiben.

 

  1. Fleiß und Selbstvertrauen

Ohne Fleiß kein Preis. Die Basis um effektiv arbeiten zu können, ist ein gutes Zeitmanagement. Es ist wichtig, die eigenen Stärken und Qualitäten zu kennen um produktiv zu sein. Pausen sollten unbedingt in den Arbeitsprozess eingeplant werden. Auch die Arbeitszeit ist entscheidend. Während die einen eher morgens kreativ sind, werden die anderen erst gegen Abend ideenreich.

Buchtipp für effektives Arbeiten: Eat that Frog! Brian Tracy.

 

  1. Selbstliebe und das Umfeld
    Zeig mir dein Umfeld und ich sag dir wer du bist. Wir sind der Spiegel unserer Umgebung. Um unser ganze Potenzial ausschöpfen zu können, ist es wichtig unseren Arbeitsplatz und unser soziales Umfeld optimal zu gestalten.

Für mich ist es ein naher Arbeitsplatz ideal. Deshalb arbeite ich am liebsten von Zuhause aus. Hier kann ich meinen Arbeitsplatz frei gestalten und mich jederzeit an eine noch offene Aufgabe setzen.

Um sich gut zu fühlen, ist es außerdem wichtig, sich mit Menschen zum umgeben die der Seele gut tun. Menschen, die ähnliche Prioritäten haben und uns unterstützend zur Seite stehen.

 

Um uns weiterzuentwickeln ist es wichtig, an uns selbst zu glauben, am Ball zu bleiben und uns ein unterstützendes Umfeld zu schaffen.

Optische Täuschungen.

Wir trauen unseren Augen mehr als allen anderen Sinnesorganen. Trotz allen ist unsere visuelle Wahrnehmung leicht zu täuschen. Wir betrachten Umwelt. Wir sehen Sachen, Tiere, Pflanzen. Offenbar ist unsere Wahrnehmung auf Dinge orientiert. Augen empfangen eine Reihe aus Lichtsignalen, doch sehen wir nicht ein Mosaik aus Punkten, sondern von Gehirn integrierte Ganzheiten. Kommt es vor, dass gleichzeitig vor unseren Augen zwei Dinge erscheinen, die fast nie oder sehr selten zusammen in unserer Umwelt vorkommen können, entsteht optische Täuschung. Optische Täuschungen können nahezu alle Aspekte des Sehens betreffen. Es gibt Tiefe-, Farb-, Bewegungsillusionen und geometrische Illusionen. Egal welche Art der optischen Täuschung betrachten wir, sind wir von deren Erscheinung fasziniert. Es ist eine Tatsache: wir – Menschen leben optische Illusionen und Täuschungen.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=tBNHPk-Lnkk

 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=m86ae_e_ptU#t=47

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=vnTNiZbxdWQ&index=2&list=PLE96A7098BA8DC1C1

Besuch der Expo Mailand 2015

Dank Milla & Partner, der Agentur, die in diesem Jahr die Ausstellung im Deutschen Pavillon entwickelte, hatte ich das Glück als Mitarbeiterin die Expo in Mailand zu besuchen.

EXPO Mailand 2015 unter dem Motto: FEEDING THE PLANET. ENERGY FOR LIFE. ist bis 31 Oktober eröffnet. Das Expo-Gelände beeindruckt  mit genauem Maßstab und Innovation. Dieses Jahr nahmen an der Expo 145 Länder teil. Um alle Pavillons zu sehen, braucht man mindestens eine Woche Zeit. Ich hatte nur das Wochenende.

Her sind die Pavillons, die ich geschafft habe, anzuschauen:


Deutscher Pavillon
Interaktiv, technisch, atmosphärisch und didaktisch. Empfehlenswert auch für Kinder, denn es gibt viel Interaktion auf der Kinder-Ebene.

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SeedBoard  -Ein Stück Pappe, die im Deutschen Pavillon zum Leben erweckt. Man kann damit Informationen sehen, lesen. Man kann damit spielen und Musik machen. Hier ist ein Erklärfilm auf youtube:
 https://www.youtube.com/watch?v=M6RCkcc-554

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Japanischer Pavillon
Sehr medial, feine Atmosphäre, so wie man es von Japan erwartet. Es gibt sogar eine App die man im Pavillon nutzen kann. Der Besucher ist hier eher ein Beobachter.

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Französischer Pavillon
Schöne Innenarchitektur, die von jeder Ecke aus beeindruckt.

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Spanischer Pavillon
Viel Illustration in den Gängen. Am Ende ein interessanter Raum voller Teller.

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Marokko
Atmosphärisch. Klar und Didaktisch.

 

Azerbaijan
Überraschend kostspielig. Labyrinthartige Architektur mit vielen Engstellen.

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Praktische Tipps für die Expo-Besucher:


Anfahrt
Das Expo-Gelände in Mailand liegt im westlichen Stadtteil und hat zwei Eingänge: Westlich und Östlich. Von der Stadtmitte mit dem Öffentlichen Verkehr ist der Westliche Eingang in 40 Minuten erreichbar. Die Fahrt mit der U-Bahn kostet 2,5 Euro. Der Östliche Eingang ist mit dem Taxi für 25 Euro von der Stadtmitte erreichbar.

Google hat mich bei meiner Reise sehr unterstützt – unterwegs konnte ich leicht die Wege ermitteln. Busse, Züge, U-Bahn Linien sind einfach und verständlich in Google zusammengefasst.

Die Expo-Karte können Sie auf dem Gelände bei den Info-Ständen holen oder unter folgendem Link auf das Handy laden:
http://www.expo2015.org/en/explore

Ticket kostet 12 Euro.

Die Warteschlangen:

Die technischsten Pavillons haben die längste Warteschlange: Z.B. das Deutsche oder Japanische Pavillon. Hier ist empfehlenswert sich früh morgens oder nach 5 Uhr anzustellen.

Wenn Sie mit dem Kind unterwegs sind, können Sie sich bei den „Priority“ Schlangen einstellen, diese gehen schneller.

Vor der Schließung der Expo um 21:00 sind die Warteschlangen am kürzesten, so können Sie Glück haben und noch zwei oder drei Pavillons sehen, ohne in der Schlange zu stehen. Auch nach 21:00 Uhr haben noch einige Pavillons offen.

 

Süß oder sauer, salzig oder bitter. Emotionen, die durch Design entstehen.

Ein Bild oder eine Grafik sollte im Innern eines Menschen eine Emotion erzeugen. Es gibt kein neutrales Design. Wenn so etwas erwünscht ist, dann hat der Kunde meist keine Ahnung, womit er auftreten möchte. Egal ob Infografik, Webseite, Logo, Illustration oder Foto. Meine Meinung ist: Beim Kreieren sollte man an das Gefühl denken, welches beim Betrachter ausgelöst werden soll. Dabei spielen alle Design-Elemente eine Rolle: Farbe, Form, Typografie, Layout, Strukturen, Muster und Bildsprache. Es gibt natürlich bereits Systeme, die dem Designer vieles erleichtern. Zum Beispiel habe ich vor kurzem einen interessanten Artikel zum Thema Farbsymbolik im Netzt gefunden:  http://blog.goodbarber.com/de/Farbenlehre-im-Marketing-Wie-Sie-die-beste-Farben-f%C3%BCr-Ihre-App-wahlen-konnen_a41.html

Am Ende sollte die Gesamtwirkung  aller Elemente als Einheit betrachtet werden. Und am besten auch einem Dritten den Entwurf zeigen und nach dem Gefühl fragen, dass er beim Betrachten empfindet! So kann man prüfen, ob das Erwünschte getroffen wurde. Nur sollte auch immer daran gedacht werden, dass jeder Mensch anders empfindet und denkt. Eine 100-prozentige Übereinstimmung der Meinungen ist nicht möglich.

 

Noch etwas zu Emotionen: Richard Davidson ist ein amerikanischer Wissenschaftler, der Emotionen untersuchte. Er hat in einem Experiment bewiesen, dass Emotionen im Menschen von der Natur festgelegte Eigenschaften sind und nicht erlernt werden können. Er beschreibt in seinem Buch, wie Emotionen entstehen und dass für positive und negative Gefühle bestimmte Gehirnhälften verantwortlich sind. Sehr empfehlenswert das Buch:

Richard Davidson, Sharon Begley. „Warum wir fühlen, wie wir fühlen“. Wie die Gehirnstruktur unsere Emotionen bestimmt – und wie wir darauf Einfluss nehmen können. 2012. Arkana (München). ISBN 978-3-442-33888-7

 

 

 

 

Visuellen Geschmack sollte man züchten wie eine Blume.

 

(Für Menschen, die ein Designer/Künstler werden wollen, oder sich einfach dafür interessieren.)

Mich hat folgende Aussage beeinflusst: „Unsere Gehirn ist kein Sieb, alles was wir sehen, hören oder fühlen bleibt darin stecken“.  Das sind Wörter der Neurowissenschaftlerin Tatiana Chernigovskaya.

Alles womit wir unser Gehirn füttern, hat einen Einfluss auf unsere Arbeit und das Leben.

Wir nehmen am Tag tausende von Eindrücken auf, diese hinterlassen einen Stempel im Gehirn. Es entstehen Schablonen der Erfahrung in unserem Wahrnehmen. Für alles braucht unser Verstand eine Schablone.

Zum Beispiel, wenn wir ein Kind erziehen und ihm keine Bücher vorlesen und mit dem Kind nur Dialekt sprechen, dann baut sich seine Sprache entsprechend auf. Als Folge nimmt das Kind den Dialekt als Norm auf. Wenn seine Sprache im erwachsenen Alter eine bestimmte Tiefe erreichen sollte, lesen Eltern ihm besser Märchen und Bücher sowohl aus der klassischen wie auch aus der modernen Literatur vor. Das machen Sie so viel wie möglich, damit ihr Kind möglichst viele Wörter und Wortwendungen kennen lernt.

Wer sagt, dass es bei den Visuellen anders funktioniert? Nein, genauso braucht unser visueller Geschmack „Futter“, um eine Orientierung im Optischen zu entwickeln. Nur ist hier das Sehen gefragt.

Gut, irgendjemand sagt dann: „Wir sehen ständig“. Ja, aber wie gut ist die Qualität der Eindrücke? Ich meine: Ein Künstler unterscheidet sich in seinen optischen Schablonen – seine Schablonen sind viel feiner, viel ausgearbeiteter, gefühlvoller.

Ich denke, um den visuellen Geschmack zu erziehen und das „gute Sehen“ zu trainieren, könnte man zum Beispiel die Kunstbücher dort hinlegen, wo die Pausen verbracht werden – Sofa, Raucherecke, Esstisch. Und dann, wenn nichts zu tun ist, wird nach diesen Bücher gegriffen. Im Netzt gibt es auch viel zu sehen; Unten folgt eine Auflistung ein paar schöner Design-Portale. Also, wenn Sie jeden Tag etwas aufnehmen, das von einem Künstler oder Designer gemacht wurde, dann wird der visuelle Geschmack bestimmt erblühen.

 

http://gallery.designpreis.de/

http://www.awwwards.com/awards-of-the-day/

http://page-online.de/

https://niice.co/

Polina.